Wenn aus Spaß Ernst wird
Wenn aus Spaß Ernst wird
Scherzen gehört zum Leben wie Salz zu Brot. Viele unserer Kunden fragen uns immer wieder, wo denn die Grenzen sind. Wann Spaß nicht mehr lustig, sondern geschäftsschädigend ist. Da kommen unterschiedliche Begriffe zur Sprache:
- Ironie: hinter Ernst versteckter Spott, mit dem man das Gegenteil sagt von dem, was man meint. Die wirkliche Meinung muss das Gegenüber erschließen (aus lateinisch ironia, dies aus griechisch eironeia, zu griechisch eiron: ‘einer der sich unwissend stellt’).
Immer riskant, weil das Gegenüber manchmal keinen Sinn für diese subtile Form des Scherzens hat. Entweder er/sie versteht den Witz gar nicht oder mag diese Art des Witzelns nicht. Bei gutem Verhältnis zum Kunden aber gelegentlich förderlich im Sinne von verbalem ‘Fingerhakeln’.
- Sarkasmus: beißender Spott, bitterer Hohn (aus lateinisch sarcasmus, dies aus griechisch sarkasmos, zu griechisch sarkazein ‘verhöhnen’, eigentlich ‘zerfleischen’ zu griechisch sarkos, sarx ‘Fleisch’ – siehe Sarkophag !).
Nie anwenden, auch nicht im Gespräch über Dritte ! Das fällt auf Sie zurück !
- Zynismus: bissig-pietätlos (zu lateinisch cynicus, dies zu griechisch kynikos ‘hündisch, bissig, schamlos’, zu griechisch kyon ‘Hund’).
Nie anwenden, siehe Sarkasmus.
- Spott: Auslachen, boshaftes Veralbern, Lächerlichmachen (aus althochdeutsch spot).
Nie anwenden, siehe Sarkasmus.
- Hohn: scharfer, böser Spott (von gotisch hauni ‘niedrig, verachtet’).
Nie anwenden, siehe Sarkasmus.
Also. Einfach merken:
Der beste Scherz entwickelt sich aus genauer Beobachtung einer (aktuellen) Situation und kommentiert diese Situation ohne Anwesende oder Dritte abzuwerten.
Wenn Sie möchten, üben wir das mit Ihnen. Einzeln oder in Gruppen.
Dezember 2001
Wenn aus Spaß Ernst wird







