Fluch der Karibik: “Parlez-vous français?”
Fluch der Karibik: “Parlez-vous français?”
Am 24. Mai läuft “Fluch der Karibik 3: Am Ende der Welt” in den deutschen Kinos an. Die Piraten werden sich wie in ihren letzten Abenteuern wieder des “Parlay-Rechts” bedienen. Sie erinnern sich vielleicht: So verschaffte sich die Gouverneurstochter Elizabeth Swann den Zutritt auf das Piratenschiff Black Pearl. Doch was genau steckt dahinter? Keiner weiß es so genau – oder wie würde der Pirat fluchen, wenn wieder mal während des Gefechts geplaudert werden soll: “Wer zum Teufel hat dieses verdammte Recht erfunden?!”.
Es waren, wie so oft in der Diplomatie, die Franzosen. “Parlay” wird daraus, wenn Engländer versuchen, das Wort auszusprechen. Es leitet sich aus dem frz. “parlementaire” her, was sowohl die Unterhandlung bei (kriegerischen) Konflikten, als auch den Unterhändler selbst bezeichnet. Zu dieser Wortgruppe gehören auch “parlementer”, also sich unterreden, als auch natürlich “parler”, (miteinander) sprechen, sowie “parlement” (Gespräch, und eben auch Parlament).
Da es ja auch im Unternehmen öfter mal kracht: Führen Sie doch einfach die “Parlay”-Pause ein! Statt dem empörten Ruf “Also, was Sie da wieder behaupten, Herr Kollege!” heißt es dann demnächst ganz verschmitzt “Parlay!”. Falls Ihnen dies zu verspielt vorkommt, denken Sie vielleicht in Zukunft einfach daran, dass das Innehalten im Konflikt oft ein guter erster Schritt zur Lösung ist.
Mai 2007
Fluch der Karibik: “Parlez-vous français?”







